
Wer im Gebäudeunterhalt arbeitet, kennt dasDurcheinander im Geräteraum: Für jede Marke ein anderer Akku, für jeden Akkuein eigenes Ladegerät. Kärcher und STIHL räumen mit diesem Zustand auf undschliessen ihre Kräfte zu einer gemeinsamen Akku-Allianz zusammen. Das neue40V-MAX-System namens ALLPRO treibt künftig mehr als 120 Geräte beiderHersteller an.
Ein System für den ganzen Arbeitstag
Die Idee dahinter ist so einfach wiepraktisch. Derselbe Akku, der eine STIHL-Motorsäge betreibt, läuft künftig auchim Kärcher-Reinigungsgerät. Für alle, die morgens Aussenflächen pflegen undnachmittags Innenräume reinigen, verschwindet damit die Trennung zwischen zweigetrennten Gerätewelten. Ein Akkupack deckt Hochdruckreiniger, Sauger,Heckenschere und Freischneider gleichermassen ab.
Das reduziert nicht nur die Zahl der Akkusim Fahrzeug, sondern auch den Aufwand beim Laden, Sortieren und Nachbestellen.Statt fünf verschiedene Ersatzteile und Ladegeräte im Blick zu behalten, genügteine einzige Plattform. Gerade bei knappem Stauraum im Servicefahrzeug ist dasein spürbarer Vorteil.
Bestehende Akkus behalten ihren Wert
Ein Punkt dürfte bestehende STIHL-Anwenderbesonders freuen. Vorhandene AP-Akkus lassen sich in vollem Umfang auch mit denneuen batteriebetriebenen Kärcher-Geräten nutzen. Wer bereits in dasSTIHL-AP-System investiert hat, muss also nicht bei null anfangen, sondernerweitert schlicht sein Einsatzspektrum.
Auch Kärcher-Kunden geraten nicht insAbseits. Für bestehende Geräte aus dem bisherigen Battery Universe garantiertKärcher weiterhin vollen Service sowie die Verfügbarkeit von Ersatzteilen undAkkus. Diese Planungssicherheit zählt im Berufsalltag mehr als jedesWerbeversprechen, denn Anschaffungen im Gerätepark sollen über Jahre halten.
Zwei Leistungsklassen fürunterschiedliche Ansprüche
Das System teilt sich in zwei Serien. DieStandardmodelle AP 20.1 und AP 30.1 setzen auf bewährte Zellen, sindIPX4-geschützt und eignen sich für den regelmässigen Einsatz mit moderatemLeistungsbedarf. Sie bilden den kostengünstigen Einstieg für den täglichenUnterhalt.
Die Performance-Serie richtet sich an dieharten Fälle. Dank innovativer Tabless-Zelltechnologie liefern diese Akkus überdie gesamte Ladung hinweg konstant hohe Leistung. Der technische Kniff dahinterlohnt einen kurzen Blick. Herkömmliche Zellen leiten den Strom über kleineMetallfahnen, die als Engstellen wirken, den Stromfluss begrenzen und unterLast Hitze erzeugen. Bei der neuen Bauweise fliesst die Energie stattdessenüber die gesamte Zelloberfläche, was deutlich schnellere Lade- und Entladeratenermöglicht.
Konkret heisst das für die Praxis: wenigerWartezeit an der Steckdose. Die Performance-Akkus erreichen unter günstigenBedingungen in wenigen Minuten wieder 80 Prozent Kapazität. Bis zu 3000Ladezyklen sind ohne spürbaren Leistungsverlust möglich, und derSpritzwasserschutz nach IPX5 hält auch dem Arbeiten im Regen stand.
Zeitplan für den Umstieg
Der Rollout erfolgt gestaffelt. Die neuenAkkus sind ab dem 1. August 2026 im STIHL-Fachhandel erhältlich, Kärcher bringtseine kompatiblen Akkus und Geräte ab dem 1. Januar 2027 auf den Markt. Werseinen Gerätepark ohnehin bald erneuern will, sollte diese Termine im Kalendervormerken und die Beschaffung entsprechend planen.
Die Allianz endet nicht bei den beidenMarken. Weitere Partner aus Bereichen wie Forstseilwinden und mobilenBetankungssystemen binden ALLPRO ebenfalls in ihre Geräte ein. Für denpraktischen Unterhalt entsteht damit ein durchgängiges System, das dentäglichen Materialaufwand spürbar verschlankt und die Abläufe im Betriebvereinfacht.
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