
Schweizer Schutzräume: Im Alltag übersehen – international bewundert
In kaum einem anderen Land gehört der Schutzraum so selbstverständlich zur baulichen Infrastruktur wie in der Schweiz. Sie sind technisch präzise ausgelegt und unauffällig in die Gebäudehülle integriert. Die verbauten Systeme bestehen aus aufeinander abgestimmten Komponenten: Ventile, Belüftungsanlagen und Filtereinheiten, die für eine Nutzungsdauer von mehreren Jahrzehnten konzipiert sind. Die Schutzräume erfüllen strenge technische Anforderungen: Sie sind ausgelegt, um extremen Druckbelastungen standzuhalten, chemische und biologische Schadstoffe zuverlässig zu filtern sowie eine kontinuierliche Versorgung mit schadstofffreier Atemluft sicherzustellen. Was im Alltag kaum auffällt, ist in Fachkreisen weltweit hoch angesehen und macht die Schweizer Schutztechnik zu einem internationalen Vorbild.
Schutz als Selbstverständlichkeit – mit Folgen
Gerade weil Schutzräume in der Schweiz allgegenwärtig sind, wurde die Instandhaltung in der Vergangenheit vielerorts zur Nebensache. Über Jahrzehnte hinweg fehlte es an korrekter Wartung - oft aus Unwissenheit, manchmal aus Kostengründen. Die Folge: Verminderte Betriebsbereitschaft der technischen Anlagen, verursacht durch Korrosion, Ablagerungen oder Standschäden sowie natürliche Alterung von Klebstoffen, Vergussmassen und Elastomeren. Vor diesem Hintergrund bieten Bund und Kantone gezielte Anreize zur Wiederinstandstellung. Eigentümer können für Ersatzteile und Wartung finanzielle Unterstützung erhalten, wenn die Anlagen regelmässig gepflegt wurden. Bei sichtbarer Vernachlässigung entfällt die Kostenbeteiligung.
Kleiner Aufwand, grosse Wirkung
Die folgenden Empfehlungen von Lunor orientieren sich an den offiziellen Hinweisen für periodische Schutzraumkontrollen (PSK) und bieten Hauswarten eine praktische Orientierungshilfe. Schon mit überschaubarem Aufwand und wenigen gezielten Handgriffen lässt sich die Sicherheit und Werterhaltung eines Schutzraums nachhaltig sichern.
Explosionsschutz-Ventil mit Vorfilter
Der Vorfilter hält grobe Verunreinigungen aus der Frischluft fern und sollte deshalb regelmässig mit dem Staubsauger gereinigt werden. Ist der Filter zu stark verschmutzt, wird er ausgetauscht. Die Dichtungen müssen auf Elastizität geprüft, die Kondenswasser-Flasche geleert und das Ablaufgewinde gereinigt werden. Nicht vergessen: Explosionsschutz-Ventil auf Gängigkeit prüfen und defekte oder nicht bewegbare Ventil-Teller durch Lunor G. Kull AG ersetzen lassen. Ausserdem muss die Luftfassung kontrolliert und das Ansauggitter gereinigt werden.
Gasfilter
Feinstaub, chemische und biologische Gefahrenstoffe: Der Gasfilter schützt vor Bedrohungen, die mit blossem Auge nicht zu erkennen sind. Wichtig ist die Kontrolle der Plombierung – offene oder beschädigte Stutzen bedeuten ein Sicherheitsrisiko und erfordern eine Revision durch den Hersteller. Auch äusserliche Schäden wie Beulen oder Rost werden geprüft. Faltenschläuche und Befestigungsschrauben müssen intakt, die Plastikhüllen vorhanden und sauber sein.
Ventilationsaggregat
Das Ventilationsaggregat sorgt für Frischluftzufuhr. Eine Handkurbel garantiert die Funktion auch bei Stromausfall. Die Wartung umfasst einen 60-minütigen Probelauf pro Jahr, bei dem auf Vibrationen, Lagergeräusche und Wärmeentwicklung geachtet wird. Die Drehrichtung wird kontrolliert, Ölstand geprüft und das Öl nach vier Jahren gewechselt. Eine intakte Plombierung der Notlampe ist ebenso wichtig wie die äussere Reinigung des Geräts.
Luftmengenmesser
Er zeigt die Luftmenge bei Filter- und im Frischluftbetrieb an. Die Drosselklappe muss leichtgängig sein und sofort auf den Luftstrom reagieren. Die blaue Marke muss erreicht werden. Die blaue und die rote Linie sowie die Punkte für die Nachtorientierung müssen sichtbar sein.
Panzertüren und Panzerdeckel
Die massiven Abschlüsse sind das letzte Bollwerk gegen äussere Gefahren. Sie müssen leichtgängig, verschliessbar und frei von Korrosion sein. Die Gummidichtungen werden auf Risse und Elastizität geprüft und mit Silikonspray regelmässig gepflegt. Ein Lichtspalt-Test stellt sicher, dass der Raum wirklich dicht ist und die Selbstbefreiungseinrichtung an der äusseren Panzertür funktioniert. Der Notausstieg sollte auf Feuchtigkeit gecheckt und wenn nötig getrocknet sowie gereinigt werden.
Mit Lunor auf der sicheren Seite
Steht eine Erneuerung des Schutzraums an, unterstützt Sie das erfahrene Team von Lunor gerne. Damit die Arbeiten reibungslos und effizient durchgeführt werden können, bitten wir Sie als Hauswart, das entsprechende Kellerabteil zum vereinbarten Termin zugänglich zu machen und die betroffenen Bereiche freizuhalten. Effizienz ist beim alteingesessenen KMU übrigens Programm: Auch bei den in der Schweiz entwickelten und produzierten Raumluft-Wäschetrocknern. Sie überzeugen mit geringem Stromverbrauch, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit.
Erfahren Sie mehr unter www.lunor.ch
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