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Gebäudetechnik

Radonprävention in Gebäuden

Datum
2.12.25
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Ein unsichtbares Risiko verstehen und reduzieren

In der Schweiz treten in vielen Regionen erhöhte Radonkonzentrationen in Innenräumen auf, vor allem in Räumen mit Bodenkontakt. Für die Hauswartung ist die Auseinandersetzung mit Radon deshalb ein fester Bestandteil des professionellen Gebäudebetriebs und des Gesundheitsschutzes.

Radon ist ein natürlich vorkommendes, radioaktives Gas, das beim Zerfall von Uran in Böden und Gestein entsteht und durch feine Undichtigkeiten in Fundamente und Keller in Innenräume gelangen kann. Da Radon weder sichtbar noch riechbar ist, bleibt es oft jahrelang unentdeckt, obwohl es langfristig das Risiko für Lungenkrebs deutlich erhöht. Besonders betroffen sind Räume unter Bodenhöhe, ältere Gebäude mit unzureichender Abdichtung sowie Zonen mit schwacher oder unregelmässiger Lüftung. In der Heizperiode verstärkt der sogenannte Kamineffekt das Problem: Warme Innenluft steigt nach oben, erzeugt im Untergeschoss einen Unterdruck und „zieht“ Radon aus dem Erdreich in das Gebäude. Je nach geologischer Lage kann die Ausgangsbelastung erheblich variieren, weshalb eine individuelle Messung wichtiger ist als Annahmen oder optische Einschätzungen.

Rolle und Verantwortung der Hauswartung

Hauswartinnen und Hauswarte sind im Alltag diejenigen, die bauliche Veränderungen, Luftführung, Abdichtungszustände und Nutzungsgewohnheiten am besten kennen. Sie erkennen Risse in Bodenplatten, undichte Rohrdurchführungen, Veränderungen in Kellerräumen oder auffällige Feuchtigkeitsbereiche. Diese Beobachtungsnähe macht sie zu zentralen Akteuren im Radonschutz. Durch regelmässige Kontrolle und bewusstes Lüftungsverhalten können sie aktiv zur Risikominimierung beitragen. Zudem sind sie oft die ersten, die entscheiden können, wann eine Radonmessung sinnvoll ist oder wann externe Fachstellen beigezogen werden sollten.

Messung und Bewertung von Radonwerten

Gemäss Strahlenschutzverordnung (StSV) gilt in der Schweiz ein Referenzwert von 300 Bq/m³ für Räume mit regelmässiger Nutzung wie Arbeitsplätze, Aufenthaltsräume, Sitzungszimmer, Technik- und Lagerräume oder Untergeschosse mit Personalzugang und ein Schwellenwert von 1000 Bq/m3 für radonexponierte Arbeitsplätze mit nicht regelmässiger Nutzung in unterirdischen Bauten oder Wasserversorgungsanlagen. Werte darüber erfordern Massnahmen zur Reduktion. Die Messungen werden idealerweise in den Wintermonaten durchgeführt, da weniger gelüftet wird und sich realistische Maximalwerte abbilden. Anerkannte Messstellen bieten Messungen mit geprüften Radon-Dosimetern an, die über mehrere Monate installiert werden. Nur diese offizielle Langzeitmessung ist aussagekräftig und dient als Basis für bauliche oder organisatorische Massnahmen.

Radon als Teil des professionellen Gesundheitsschutzes

Radonprävention ist nicht nur eine technische Frage, sondern Bestandteil verantwortungsvoller Betriebsführung. In Gebäuden, in denen Menschen über längere Zeiträume arbeiten, lernen, wohnen oder medizinisch betreut werden, trägt ein guter Umgang mit Radon zur langfristigen Gesundheitssicherung bei. Aber auch unterirdische Bauten, Galerien oder Keller, die nur gelegentlich benutzt werden, können sehr hohe Radongaskonzentrationen aufweisen. Die Hauswartung befindet sich hier an einer zentralen Schnittstelle zwischen Gebäudetechnik, Nutzung und Sicherheit: Sie stellt sicher, dass Risiken erkannt, dokumentiert, kommuniziert und mit den zuständigen Eigentums- und Fachstellen abgestimmt werden. Damit ist Radonschutz nicht eine zusätzliche Aufgabe, sondern selbstverständlich eingebettet in eine professionelle, vorausschauende Gebäudebewirtschaftung.

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