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Aussenanlagen

Dekarbonisierung der Nutzfahrzeugflotte im Unterhalt der Nationalstrassen

Datum
4.2.26
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Die Umstellung der schweren Nutzfahrzeuge im Strassenunterhalt auf klimaneutrale Antriebe ist eine komplexe Aufgabe, die die volle Einsatzbereitschaft nicht gefährden darf. Eine im Auftrag des ASTRA erstellte Studie der OST legt nun eine konkrete und realistische Strategie für diese Transformation vor.

Batterieelektrische Fahrzeuge werden zur tragenden Säule

Ein zentrales Ergebnis des Berichts ist, dass batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) in den kommenden Jahren die wichtigste Rolle bei der Flottenerneuerung übernehmen werden. Sie verursachen im Betrieb keine direkten CO₂-Emissionen, sind energieeffizient und werden von den Fahrzeugherstellern konsequent weiterentwickelt. Besonders bei Personenwagen sowie Kleintransportern und Bussen sind Elektrofahrzeuge bereits heute breit verfügbar und betrieblich gut einsetzbar. Auch wirtschaftlich schneiden sie zunehmend besser ab als vergleichbare Dieselfahrzeuge.

Die Herausforderung bei Lastwagen und Winterdienst

Für den Bereich der Lastwagen, insbesondere der 3-Achs-Fahrzeuge im Unterhalt und Winterdienst, zeigt die Untersuchung, dass ein elektrischer Betrieb grundsätzlich möglich ist. Voraussetzung dafür sind ausreichend dimensionierte Batterien, leistungsfähige Schnellladestationen sowie angepasste Einsatz- und Ladezeiten. Ladepausen müssen länger eingeplant werden als bei Dieselfahrzeugen, lassen sich jedoch in den Arbeitsablauf integrieren. Der gezielte Ausbau der Ladeinfrastruktur auf den Werkhöfen ist dafür entscheidend.

Alternativen: Wasserstoff und Biotreibstoffe als Übergangslösung

Brennstoffzellenfahrzeuge (Wasserstoff) wurden im Rahmen der Studie ebenfalls betrachtet. Sie gelten als mögliche Ergänzung für schwere Fahrzeuge mit hoher Reichweite, spielen aktuell jedoch noch eine untergeordnete Rolle. Gründe dafür sind die geringe Verfügbarkeit von Fahrzeugen, die fehlende Tankstelleninfrastruktur sowie Unsicherheiten bei der zukünftigen Verfügbarkeit von grünem Wasserstoff.
Als weitere Option wurden biogene Treibstoffe analysiert. Sie ermöglichen eine deutliche Reduktion der CO₂-Emissionen bei bestehenden Verbrennungsmotoren und können ohne technische Umrüstung eingesetzt werden. Aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit nachhaltiger Rohstoffe sind sie jedoch keine langfristige Lösung, sondern eignen sich vor allem als Übergangsmassnahme.

Infrastruktur und Versorgungssicherheit als Grundlage

Ein wichtiger Bestandteil der Strategie ist die Energieversorgung der Werkhöfe. Die von der OST durchgeführte Analyse zeigt, dass die vorhandenen Dachflächen ein grosses Photovoltaikpotenzial aufweisen. Theoretisch könnte der Strombedarf eines elektrifizierten Fuhrparks langfristig vollständig durch Solarstrom aus eigener Produktion gedeckt werden. Dafür sind jedoch Investitionen in Netzanschlüsse, Trafostationen und Ladeinfrastruktur erforderlich.
Auch mögliche betriebliche Risiken wurden untersucht, darunter Strommangellagen und Sicherheitsaspekte im Tunnelbetrieb. Die Ergebnisse zeigen, dass Elektrofahrzeuge kein höheres Brandrisiko darstellen als konventionelle Fahrzeuge und bestehende Sicherheitskonzepte weiterhin ausreichend sind. Als kritische Infrastruktur muss der Betrieb der Nationalstrassen auch bei Energieengpässen gewährleistet bleiben, was eine vorausschauende Planung voraussetzt.

Fazit

Die von der OST gemeinsam mit dem ASTRA erarbeitete Strategie zeigt, dass die Dekarbonisierung der Nutzfahrzeugflotte technisch machbar und betrieblich umsetzbar ist. Batterieelektrische Fahrzeuge bilden dabei das Rückgrat der zukünftigen Fahrzeugbeschaffung. Entscheidend für den Erfolg sind eine schrittweise Umsetzung, der rechtzeitige Ausbau der Lade- und Netzinfrastruktur sowie die Nutzung erneuerbarer Energie auf den Werkhofstandorten.

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